ExtaSea Ultimate Two Kajak

Fazit

Preis zur Zeit der Erstellung | 599,00 €

Gesamtbewertung | 73 von 100

Pros - Ein super Preis-Leistungs-Verhältnis, schnell, stabil und gleichzeitig als SUP nutzbar

Cons - Keine Fußstützen, wenig Stauraum, schwer, offenes Cockpit

Fazit - Ein solide gebautes, schnelles und beeindruckend stabiles aufblasbares Drop-Stitch-Kajak

Technische Daten

Größe aufgestellt - 440 × 90 cm

Gewicht - 21.5 kg

Tragfähigkeit - 250 kg

Größe verpackt - N/A

Unsere Analyse & Bewertungen

Das ExtaSea Ultimate Two ist ein aufblasbares Drop-Stitch-Kajak für zwei Paddler, das zu einem äußerst attraktiven Preis angeboten wird. Mit einer Länge von 4,4 Metern und einer Breite von 90 cm ist es ein großes Boot, und die Drop-Stitch-Konstruktion an Seiten, Deck und Boden verleiht ihm auf dem Wasser ein steifes, fast wie bei einem Hartschalenboot anmutendes Fahrgefühl. Es wird mit einem wirklich nützlichen Set geliefert: Rucksack mit Rollen, Handpumpe, zwei Sitze, eine Finne und ein Reparaturset sind im Lieferumfang enthalten. Das ist ein solides Paket für diesen Preis. Es lässt sich auch als Stand-up-Paddleboard nutzen, was je nach Sichtweise entweder ein lustiger Bonus oder eine Spielerei ist.

Performance - Die Geschwindigkeit ist hier eine echte Stärke. Die Länge von 4,4 Metern verleiht ihm ordentlich Schwung, und auch zu zweit paddelt es sich beeindruckend gut. In puncto Geschwindigkeit liegt es an der Spitze der aufblasbaren Kajaks, was sich größtenteils durch die Länge erklärt. Die Manövrierfähigkeit ist der Kompromiss: Es erfordert etwas mehr Kraftaufwand, nach links und rechts zu steuern, was für längere Kajaks typisch ist, aber im Vorfeld gut zu wissen ist. Die mitgelieferte Finne sorgt bei ruhigen Bedingungen zuverlässig für Kursstabilität, doch Seitenwind treibt es wie jedes aufblasbare Kajak mit offenem Cockpit hin und her. Der Drop-Stitch-Boden ist steif genug, um darauf zu stehen, was wirklich beeindruckend ist, und die Stabilität ist insgesamt ausgezeichnet. Bei unruhigerem Wasser oder wenn es von einem Bootswellenkamm getroffen wird, kann die starre Drop-Stitch-Konstruktion gegen die Wellen schlagen, anstatt sich wie ein herkömmliches Schlauchboot durch sie hindurch zu biegen, was mehr Spritzwasser im Cockpit bedeutet. Kein Ausschlusskriterium, aber erwähnenswert.

Bauweise - Das Drop-Stitch-Verfahren, das im gesamten Rumpf zum Einsatz kommt, ist das herausragende Merkmal dieses Modells und sorgt für ein spürbar steifes, verwindungssteifes Boot, das sich eher wie ein Festrumpfboot als wie ein typisches Schlauchboot anfühlt. Zwei Hochdruckventile beschleunigen das Aufpumpen, und integrierte Überdruckventile schützen vor versehentlichem Überpumpen. Der Betriebsdruck liegt zwischen 10 und 12 PSI. Das Material, PVC-Planenstoff, macht einen soliden Eindruck, und die verstärkte Unterseite hält regelmäßigem Bodenkontakt und dem Anlanden am Strand problemlos stand. D-Ringe mit Bungee-Seilen dienen zur Befestigung der Ausrüstung an Deck. Allerdings fehlen hier einige Ausstattungsmerkmale, die bei teureren Drop-Stitch-Konkurrenten zu finden sind: Es gibt keine Fußstützen, keinen Ablassstopfen am tiefsten Punkt des Rumpfes und die Rückenlehnen der Sitze verfügen nicht über die kleinen Staufächer, die man bei teureren Modellen findet. Angesichts des Preises sind dies vertretbare Abstriche, aber es lohnt sich, dies zu wissen.

Aufbau/Auspacken - Dank der beiden Hochdruckventile lässt sich das Boot schnell aufpumpen, und mit einer elektrischen Pumpe geht es noch schneller. Das Boot wird auf 10 bis 12 PSI aufgepumpt, und die Überdruckventile sorgen dafür, dass man sich keine Gedanken darüber machen muss, es zu überpumpen. Ein wichtiges Detail: Da sich die Ventile am Bug und am Heck des Rumpfes befinden, muss man das Boot wirklich vollständig entleeren, bevor man es zusammenrollt, da es sich sonst nur sehr schwer verstauen lässt. Es wird empfohlen, die elektrische Pumpe im Rückansaugmodus zu verwenden, um das Boot vollständig zu entleeren – das funktioniert gut. Sobald es vollständig entleert ist, lässt es sich ordentlich zusammenrollen und passt ohne großen Aufwand wieder in die mitgelieferte Tasche.

Transportierbarkeit - Der mitgelieferte Rucksack ist ein echtes Highlight. Er bietet Platz für das komplette Kajak samt Zubehör, verfügt über integrierte Rollen zum Transport durch Flughäfen oder Bahnhöfe und lässt sich bequem auf dem Rücken tragen. Mit 21,5 kg inklusive Sitzen ist er nicht gerade leicht, aber das ist der Preis, den man für ein komplettes Drop-Stitch-Zweierkajak zahlen muss. Die Packmaße sind kompakt genug für einen Kofferraum, ein Wohnmobil oder sogar öffentliche Verkehrsmittel. Robuste Tragegriffe an Bug und Heck erleichtern den Transport zum Wasser. Für ein Boot dieser Größe ist die Transportfähigkeit eigentlich ziemlich gut.

Komfort - Die Sitze sind thermogeformt und nicht aufblasbar, was bedeutet, dass man sich nicht damit herumschlagen muss, sie separat aufzupumpen. Sie sind verstellbar, sitzen bequem und bleiben fest in Position. Die Polsterung der Sitze ist eher dünn, was bedeutet, dass man es schnell spürt, wenn Wasser ins Cockpit gelangt, und die niedrige Sitzposition ist zum Teil eine Folge des niedrigen Gesamtprofils des Bootes. Das auffälligste Manko in Sachen Komfort sind die fehlenden Fußstützen. Ohne etwas, gegen das man sich abstützen kann, sinkt die Paddeleffizienz und bei längeren Touren macht sich Ermüdung bemerkbar. Das ist etwas, das man bei einer kurzen Testfahrt leicht übersieht, das aber bei einem ganzen Tag auf dem Wasser einen echten Unterschied macht. Das offene Cockpit-Design bedeutet auch, dass es keinen wirklichen Schutz vor Spritzwasser gibt, sodass man bei lebhaften Bedingungen nass wird. Der Stauraum unter Bug und Heck ist aufgrund der niedrigen Seitenwände begrenzt, sodass die meiste Ausrüstung im Fußraum des Cockpits landet.

Fazit - Das ExtaSea Ultimate Two übertrifft seine Preisklasse in puncto Verarbeitungsqualität und Leistung auf dem Wasser bei weitem. Es ist schnell, stabil und dank der durchgehenden Drop-Stitch-Konstruktion äußerst steif. Außerdem wird es mit einem durchdachten Zubehörset geliefert, zu dem auch ein Rucksack mit Rollen gehört. Die Mängel – vor allem das Fehlen von Fußstützen, der begrenzte Stauraum und ein offenes Cockpit, in das bei rauerem Wasser leicht Spritzwasser eindringt – sind zwar vorhanden, aber bei einem Preis von unter 600 € durchaus nachvollziehbar.

Zurück
Zurück

Grabner Tramper Kajak

Weiter
Weiter

Gumotex Solar Kajak